Schutzgebühr - Was ist das und wofür?

Im Tierschutz ist es üblich eine so genannte "Schutzgebühr" für ein zu vermittelndes Tier zu erheben.
Was sich dahinter genau verbirgt und wofür diese Gebühr verwendet wird können wir Ihnen kurz erläutern, um Transparenz zu schaffen.

1. Eine Schutzgebühr ist da, um Tiere zu schützen, wie der Name sagt. Vor was eigentlich? Wenn man eine Schutzgebühr auch in Verbindung mit einem Schutzvertrag verlangt, werden Spontankäufe vermieden, bei denen die neuen Hundebesitzer später den Kauf bereuen und das Tier zurück geben. Man kann dann eher davon ausgehen, dass sich die neuen Besitzer den Kauf gut überlegt haben und sich darüber im Klaren sind, welche Kosten in Zukunft auf sie zukommen. Und aus diesem Grund ist eine Schutzgebühr wichtig...sie schützt Nottiere vor unüberlegten Käufen...Da diese Tiere meistens unter äußerst schlechten Lebensbedingungen gelebt haben, möchten Tierschützer ihnen natürlich weiteres Leid ersparen...

2. Eine Schutzgebühr ist außerdem da, um einige der entstandenen Kosten zu decken. Die Tierschützer müssen für folgende Kosten aufkommen: Gesundheitspflege und Impfungen, Versehen mit einem Chip, Futter, evtl. Kastration, Tierarztkosten, Transportkosten etc.. Diese Kosten tragen die Tierschützer vor Ort und wir hier als Verein in Deutschland. Hier möchten wir darauf hinweisen, dass einige Tiere enorme Kosten verursachen, wenn sie krank zu uns gebracht werden und evtl. sogar operiert werden müssen. Da wir, wie als Verein,nur in dem Umfang helfen können, wir wir Spenden einnehmen, können wir Tierschutz nur betreiben, wenn wir eine Aufwandsentschädigung als Schutzgebühr nehmen.

3. Eine Schutzgebühr soll davor schützen, dass der Hund nicht für mehr Geld weiter verkauft und mit ihm somit ein Geschäft gemacht wird. Es ist dann für die Tierschützer nicht mehr kontrollierbar, ob der Hund durch die Weitergabe ein gutes Zuhause bekommt. Hier noch ein kleiner Vergleich: Ein kleiner Mops mit Papieren vom Züchter kostet ca. 1000 €, unkastriert wohlbemerkt. Hunde von dubiosen Hundevermehrern sind etwas günstiger, mit eher kurzer Lebenserwartung und oft leiden sie bald unter schweren Krankheiten. Also: die Schutzgebühr ist nicht der Preis des Hundes, sondern eine Aufwandsentschädigung, damit wir noch vielen anderen Hunden helfen können. Der Hund als Lebewesen ist nämlich unbezahlbar.
Wir hoffen, wir konnten Ihnen einigermaßen verständlich erklären, weshalb eine Schutzgebühr notwendig ist und eigentlich immer verlangt werden sollte. Wenn jemand von uns einen Hund übernehmen möchte, entscheiden wir, ob das Tier für das neue Zuhause geeignet ist. Es werden Fragen gestellt und wir versuchen so viel wie möglich über die zukünftige Haltung und die Lebensbedingungen des Hundes herauszufinden. Ob der neue Besitzer bereit wäre, mit dem Hund im Notfall zum Tierarzt zu gehen ist leider nicht immer selbstverständlich. Erst wenn alle Fragen und Unklarheiten geklärt sind und wir ein gutes Gefühl bei der Sache haben, wird der Hund abgegeben.

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